10 Februar 2014

Hast du schon einmal zugesehen
wie schnell die Wolken weiter ziehen?
Formen bilden, kneten Hände,
Blauer Himmel, graue Wände
Rosa Watte brennt und brennt
wie ein Stern die Sonne kennt
Tausendfache Diamanten
bricht das Licht, geschliffne' Kanten
Helle Nacht, der Mond ein Fleck
Gleißend hell - ein weißes Leck
Das Licht fließt in das runde Loch
Wolfsheulkugels Herzen pocht
Verschluckt, zerfließt in Kratern kalt
Atemnebel, finst'rer Wald
Bäume, Riesen schwarz und groß
Käutzchenruf, grün weiches Moos
Äste, Finger in den Haaren
Verfangen, Wirre nicht zu sparen
Ausgestreckt, die Hände vorn
Hast du den Verstand verloren?
Stolpern, Wurzeln, querfeldein
Zwischen Tannen - stellt ein Bein
Buche fängt, die Eiche hält
Atmen ruhig, der Blutdruck fällt
Sagst du dir: dreh bloß nicht durch
Vielleicht verschwindet dann die Furcht
Am Horizont ein goldnes Licht
Rennen durch das Buschdickicht
Erst rosa und dann hellblau-rot
Glück und Tränen Zentner wog
Ein Wunder, sie nur! Zauberei!
Wie Magie.
Die Nacht vorbei.

04 Februar 2014

♫ Soundtrack ♪

Good Morning!
Todaaay, I want to show you one of my favourite songs at the moment. It's "Something I need" by OneRepublic. Amazing Song! I listen to it the whole day through!

Keine Ahnung, ob das alles richtig war :D Und auch keine Ahnung, wie ich plötzlich auf Englisch geschrieben habe oder wieso. Ich weiß nur, ich hatte dabei und habe immer noch diesen tollen Song dabei laufen.


Ihr kennt das doch sicher auch, wenn ihr eine Zeit lang diesen einen Song habt, der euch einfach nicht mehr aus dem Kopf geht, bei dem ihr immer und immer wieder auf Repeat geht, weil er euch einfach so sehr begeistert. So geht es mir momentan mit "Something I need". Hört ihn euch einfach mal an, und stellt die Lautstärke am besten ein bisschen höher und Kopfhörer auf, sodass ihr das Gefühl kriegt, die Musik wäre direkt in eurem Kopf oder der Interpret stünde direkt neben euch. Ich liebe dieses Gefühl! Genau, wie ich richtig deutlich bei einem Lied meinen Herzschlag spüre. Wirklich wahrhaftig, wie es im Takt schlägt und wie es mir dann beinahe unmöglich ist, nicht mitzusingen. Das ist befreiend und macht mich immer ein Stückchen glücklicher :3

Musik ist doch was schönes^^

Alles Liebe,
Natalie

03 Februar 2014

Lästermäulchen

Ihr kennt das doch sicher auch, in amerikanischen Filmen gibt es immer dieses ganze Cliquen-Gehabe in High-Schools. Richtig krass mit beliebten und unbeliebten. Ich habe mir letztens darüber Gedanken gemacht, denn irgendwie ist mir aufgefallen, dass man das hier bei uns in Deutschland eigentlich kaum sieht. Klar, jeder hat seinen Freundeskreis mit dem er immer rumhängt, aber feindselig gegenüber anderen ist da kaum einer. Es wird nicht gemobbt oder fertig gemacht, zumindest habe ich es eigentlich nie gesehen. Kein Rumgeschubse oder Beleidigungen. Ich habe mich gefragt, wie geht das? Die Filmemacher haben das doch irgendwo her. Ich denke, dass das in Amerika oder auch anderswo wahrscheinlich öfters tatsächlich so ist. Aber eigentlich gibt es unfreundliche Menschen doch überall, die gerne mal schlecht über andere reden, obwohl sie diejenigen gar nicht kennen. Ich glaube ja, dass hier bei uns das einfach nicht so öffentlich gemacht wird, sondern hinter dem Rücken der Betroffenen. Dann wird gekichert und getuschelt und natürlich gelästert. Lästern kennt und tut doch eigentlich jeder, oder? Jeder bildet sich Meinungen über andere und tauscht sich mit anderen über diese aus. Doch diese Meinungen beruhen oft auf Klischees und Vorurteilen. Man steckt jemanden in eine Schublade, weil er das und das trägt oder das und das gerne tut. Eigentlich ziemlich absurd, oder? Wie entscheidet man, dass man jemand nicht leiden mag, wenn man doch gar nichts über ihn weiß?
Und trotzdem gehen wir nach dem optischen, sind oberflächlich. Ich verstehe es einfach nicht.
Natürlich ist nicht jeder so. Natürlich will ich nicht behaupten, dass jeder Mensch voreingenommen ist. Aber es kann doch wohl keiner von sich behaupten, noch niemals hinter dem Rücken eines anderen über ihn getuschelt zu haben? Vermutungen ausgetauscht? Und vor allem Gerüchte erzählt hat. Gerüchte sind immer da und folgen einem überall hin. Sie verbreiten sich rasend schnell und da ist es schwierig Wahrheit von Unwahrheit zu unterscheiden. Es kann auch sein, dass dir jemand über einen anderen was erzählt, auch dass er ihn nicht leiden kann und wenn du ihn dann selbst triffst, trittst du ihm eher unfreundlich als offen gegenüber, da du bereits eine Meinung gehört hast und die automatisch projizierst.
Aber warum kann sowas überhaupt so schlimm sein? Wieso das bei Leuten so ist, die öffentlich erniedrigt werden, ist natürlich klar. Sie fühlen sich gedemütigt und vor allem allein, weil eigentlich jeder immer wegschaut. Niemand fühlt sich verantwortlich, vielen ist es auch einfach egal. Ist ja nicht ihr Leben.
Aber Lästern? Wenn man sieht, dass zwei Leute flüstern und dabei zu dir rüber schauen oder du in irgendeinem Gespräch zufällig deinen Namen aufschnappst. Die Sache ist die: Meinungen anderer über uns sind uns immer ziemlich wichtig. Zumindest den meisten, bei mir ist das auch so. Man möchte doch wissen, was andere von einem denken, was sie in einem sehen. Ich spreche jetzt nur mal für mich, da ich es bei anderen natürlich nicht weiß, aber: Mir ist es am liebsten, wenn ich genau weiß, was Leute von mir halten. Warum sie so sind, wie sie eben zu mir sind, ob sie zu jedem so sind, oder ob sie mich mögen oder nicht. Wie sie mich sehen, weil ich oft keine Ahnung habe, wie ich mich selbst sehen soll oder wer ich bin. Andere sehen mich von außen und sind objektiv, schätzen mich ganz anders ein als ich das tun würde. Deshalb ist es mir so wichtig, das zu wissen. Dann kann ich das Bild, was andere sehen, wenn ihr Blick an mir hängen bleibt, vielleicht bruchstückhaft zusammen setzen. Denn wenn ich in den Spiegel blicke, sehe ich natürlich etwas vollkommen anderes als jemand Fremdes. Mir fallen andere Dinge auf und ich achte auf anderes. Es ist wie mit der Stimme. Wusstet ihr, dass sich die eigene Stimme für andere total anders anhört als für einen selbst? Aus diesem Grund finden wir unsere Stimmen auf Videos oder Tonbandaufnahmen immer so komisch. So ist es mit allem an uns, glaube ich zumindest. Ich kann mich unheimlich schlecht einschätzen, weil ich mich automatisch frage: Sehe ich mich jetzt so, weil es so ist, oder weil ich mich so sehen will? Weil ich vielleicht Fehler oder schlechte Eigenschaften mir nicht eingestehen will? Deshalb sollten wir am besten immer ehrlich sein. Denn den Leuten ist es meistens lieber zu wissen woran sie sind, anstatt sich dann später zum Deppen gemacht zu haben, weil sie immer jemand vollgequatscht haben, der sie eigentlich gar nicht leiden kann, es sich nur nicht traute ihnen zu sagen. Es ist schrecklich, im Dunkeln zu tappen. Man irrt orientierungslos umher, ist unwissend. Klar kann die Wahrheit manchmal schmerzen. Sogar ziemlich oft. Aber das empfinde ich persönlich tausend mal besser als falsche Freundlichkeit oder Lügen. Ein Lächeln sollte immer ehrlich sein, denn dann ist es auch am schönsten.
Also denkt mal darüber nach, gibt es vielleicht jemanden in eurem Leben, dem ihr öfters mal etwas vorspielt? Versucht doch mal experimentell nur einen Tag oder so, immer genau das zu sagen, was ihr wirklich denkt. Keine Lügen mehr. Sagt doch mal aufrichtig Danke oder Tut mir leid. Ihr werdet sehen, das kann Wunder wirken. Steht gerade, Kinn nach oben. Dann fühlt ihr euch auch selbst besser.
Natürlich sollte man keinem jetzt sagen: "Hey, ich finde dich scheiße!". Aber wenn es so ist, sollte man vielleicht nicht sagen: "Ich liebe dich, du bist ja so toll!", einfach weil es so einfacher ist. Versteht ihr, worauf ich hinaus will?
Und dann ist es auch oft so, dass wenn ich irgendwas tue, wo ich mir später die ein totaler Idiot vorkomme, ich mich bei wildfremden Leuten frage, was die jetzt um Gottes Willen von mir denken. Aber dann kommt mir ein Gedanke: Was, wenn sie überhaupt nichts denken? Was, wenn ich ihnen eigentlich vollkommen und scheiß egal bin, denn sie kennen mich ja nicht. Was, wenn die einzige, die sich Gedanken über mich macht, ich selbst bin? Bin ich vielleicht arrogant zu glauben, jemand verschwendet einen Gedanken an mich?
Ich weiß es nicht. Wirklich, keine Ahnung.
Denn Gedanken können total wirr und idiotisch, sinnlos und ohne erdenklichen Grund auftauchen. Unser Gehirn produziert irgendwas absurdes, flüstert es uns ins Ohr und lässt uns ab da dann nicht mehr damit in Ruhe. Wenn man sich in etwas reinsteigert beispielsweise. Doch das ist jetzt nicht unbedingt negativ, auch wenn es oft ganz schön nervig sein kann. Dann fragt man sich: Was denke ich da eigentlich für einen Schwachsinn? Schluss jetzt damit!
Doch das Gute daran ist, wir brauchen uns für nichts davon zu schämen oder uns deswegen komisch gegenüber jemand anderes vorkommen. Denn das gehört uns und wir sind frei zu denken, was wir wollen. Denn unsere Gedanken sind doch das einzige, was wirklich und ganz und gar uns gehört. Niemand kann sie uns weg nehmen, sie kontrollieren oder hören. In ihnen können wir so verrückt sein wie wir wollen, oder wie wir es nach außen nicht sein können. Wir können wir selbst sein, und das ist gut. Wir sollten uns nicht selbst einschränken oder uns etwas verbieten!
Naja, nun aber genug von meinem Psycho-Gequatsche.
Ich habe einfach darüber nachgedacht und wollte mal wissen, wie ihr so darüber denkt oder wie das bei euch ist oder war, bei denen, die ja gar nicht mehr zur Schule gehen.
Gibt es bei euch Mobbing? Lästert ihr oft, viel und vielleicht manchmal sogar ein wenig fies und ungerecht? Habt ihr Vorurteile? Kennt ihr jemanden, der gemobbt wird oder gemobbt wurde? Hattet oder habt ihr vielleicht so ein Problem? Nur zu, ich höre gern Feedback und hier wird keiner verurteilt!

In dem Sinne,

eure euch liebende Labertasche Natalie ♥

02 Februar 2014

Kein Kommentar

Na ihr?

Einige Tage lang habe ich mich nicht an Stift und Papier getraut. Heute habe ich mich aber doch dann aufgerafft, mal wieder was zu zeichnen. Hier seht ihr das Ergebnis:



Wunderschön, was? Naja. Ich schiebe es einfach auf meine Laune.
Kennt ihr nicht auch diese Tage, wo einfach nichts so läuft, wie man es gerne hätte? Diese Tage, wo man schon beim Aufstehen weiß, liegen bleiben wäre besser?

...
Ich hasse diese Tage.
Ansonsten liebe Grüße und eine schöne Woche. Wir hoffen und beten.

Natalie

01 Februar 2014

No Name

Ich hob die Arme über den Kopf und meine Füße glitten über das Parkett. Aus den Lautsprechern drang nun ein lauter Paukenschlag und davon gehetzt wurde die Musik immer schneller. In der Drehung erhaschte ich nur ganz kurz einen Blick in den Spiegel, dann verbogen sich meine Gliedmaßen automatisch zum nächsten Schritt. Ich war so leicht und unwillkürlich musste ich lachen. Ich streckte die Knie durch und stieß mich von Boden ab, flog durch den Tanzsaal. Ich war erfasst und gefangen in den Tönen. Sanft landete ich wieder auf meinen Füßen, jeder Schritt verfloss mit dem vorigen, wurde zu einer Bewegung. Als ich ein plötzliches „Wow“ vernahm, strauchelte ich und fiel fast hin. Die Musik schmiegte sich nicht mehr auf magische Weise an jeden meiner Schritte, sondern tönte nur noch blechern. Ich fuhr herum. 
Da stand Juli und starrte mich an. Ich haute auf den Pause Knopf der Anlage und drehte mich dann wieder schwer atmend zu ihm. „Bist du wahnsinnig? Erschreck mich doch nicht so!“ Ich stützte die Hände in die Hüften. „Was machst du hier überhaupt? Es sind doch gar keine Kurse mehr. Die Türen sind alle abgeriegelt. Wie bist du hier herein gekommen?“ Ich war maßlos verwirrt. Dieser Typ tauchte aus heiterem Himmel immer und über all auf. Richtiggehend gruselig war das „Stalkst du mich?“ Da begann Juli zu lachen. Er hob abwehrend die Hand und fuhr sich damit dann durchs Haar. „Um Gottes Willen, Nein! Allerdings stimmt es schon, dass ich dich gesucht habe. Du warst heute nicht im Coffeeshop. Ich hab mir Sorgen gemacht und mich ein bisschen umgehört. Samantha kam vorbei und ich hab sie nach deiner Adresse gefragt. Sie meinte nur, dass du hier bist und war dann schon wieder verschwunden. Aufgemacht hat mir eine Leila. Sie ist eben gegangen“ Sam! Der würde ich was husten, wenn ich heute Abend nach Hause kam! „Du hast mich gefunden“, schnaubte ich, wütend auf Sam und Leila, wandte mich von ihm ab und trank ein paar Schlucke aus meiner Wasserflasche. „Ich habe dich gefunden“, stimmte er noch einmal zu, schälte sich aus seiner Jacke, warf sie in eine Ecke und kickte sich dann die Schuhe von den Füßen. „Hey, sag mal, was machst du da?!“, rief ich aufgebracht und schmiss mein Wasser wieder in die Tasche. Er zog sich noch seinen Pullover über den Kopf und trat dann barfuß einen Schritt auf mich zu. „Tanz mit mir“, er streckte mir eine Hand entgegen, die ich nur fassungslos anstarrte. „Was?!“, „Du hast mich schon verstanden. Als ich eben in den Raum kam und anklopfte, hast du mich gar nicht gehört. Du warst völlig versunken. Und, Sue, du bist verdammt gut. Ich wusste gar nicht, dass du tanzt“, immer noch starrte ich ihn an. Immer noch ignorierte ich seine Hand. „Jetzt weißt du’s. Und am besten gehst du jetzt auch wieder“, stieß ich hervor.